Wussten Sie, dass Hergé neben seinem Talent im Comic-Bereich auch ein guter
Graphiker und Zeichner war, und dass er sehr viele Plakate, Postkarten und Illustrationen für Zeitungen und Bücher gemalt hatte?
Nach der Zeit (seit 1925) in der Hergé für die Pfadfinder- Zeitschrift “Le Boy-Scout” kleine Gags malte, fing er 1927 an, für die “XXème Siècle” Zeichnungen zu machen. Diese Arbeit war sehr vielfältig und Hergé konnte seiner Fantasie freien Lauf lassen. Hier lernte er zusätzlich die Problematik der Seitengestaltung und des Textsatzes kennen.
Verpackung für eine Schachtel Schokoladenkekse






In Januar 1934 werden in Brüssel die “Atelier Hergé - Illustrations - Publicité” gegründet. Hergé hat nun zwei Mitarbeiter (Delaunoit und Jacquemotte) auf seiner Seite. Diese Werkstatt erlaubt ihm weiterhin, im Bereich Werbung und Zeichnungen zu arbeiten - parallel zu seiner Comic-Welt, speziell jene von Tim und Struppi. Diese Nebentätigkeit behielt er bis zur Gründung der “Studios Hergé” im Jahre 1950.
Hergé malte eine unglaubliche Menge an Illustrationen für Werbung, Plakate, Bücher, Postkarten und Begrüßungskarten - auch wenn man manchmal seinen typischen Stil nicht erkennt, es gibt einige Details (Form der Gesichter, Reduzierung der Handlung auf das Wesentliche, verwendete Farben), die seine Art wiederspiegeln. Die klare Linie war damals noch nicht etabliert...


Hergé hatte in den neuen Studios auch eine neue Mitarbeitergruppe gegründet, unter anderem Zeichner, Dekorateure, Coloristen und auch ein privater Sekretär. Namen wie Bod de Moor, Jacques Martin oder Roger Leloup wurden schnell bekannt. Nach dem Ende von Tim und Struppi, wurden diese Mitarbeiter selbständig und zeichneten Comics wie “Cori” , “Alix” oder “Yoko Tsuno”, um nur einige zu benennen.
Dieser Teil befasst sich mit einer knappen Übersicht der Nebenaktivitäten von Hergé, die er vor und teilweise während der Herstellung seiner Comics ausübte.
Flupke träumt von weiten Reisen und von viel Geld. Werbung für eine Übersee-Lotterie, 1934
Werbung für “Coeurs Vaillants” erschienen in “Le Petit XXème”, 1934
Buchillustration für “Die Legende von Albert der Erste, König der Belgier”, 1934
Cover für “L’Oiseau de France” (O.F., Der Vogel von Frankreich), 1935
Ab 1950 erschien in “Le Journal Tintin” Sammelmarken. Dazu gab es Sammelalben.
“Fables” von Robert de Vroylande, 1941. Hergé malte für dieses Werk alle Zeichnungen, inkl. des Covers.
Abbildung für “L’Oiseau de France” (O.F., Der Vogel von Frankreich), 1935


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